Was gibt es Neues bei uns.

12.03.2017 Heute wollten wir einen Frühlingsausflug machen. Gestern waren  +10°C und Sonnenschein. Ohne lange zu überlegen, sagten wir heute geht es in den Tigerpark. Es waren 3°C und die Sonne schien, noch. Leider sollte es zum Nachmittag hin immer kälter werden und es sollte auch noch anfangen zu schneien.

Hier in Changchun waren wir noch nie im Tigerpark, deshalb stand es schon lange auf unserer Liste. Der Tigerpark befindet sich ca. 1 Autostunde von unserem zu Hause entfernt Richtung Westen. Der Park ist an den Moon Lake Park angrenzend.

 


Mai

Sand für Sandkasten

Der Prinz bekommt in unserem kleinen Garten seinen eigenen Sandkaste. Den Sand haben wir einfach bei einer Art Baustoffhandel geholt.

 


Hecke pflanzen

April

Als der lange Winter seinem Ende entgegen ging, hatten wir Lust auf Natur und Garten und viel Grün.

In unserem kleinen Gärtchen machten wir etwas Ordnung verschnitten Sträucher und sahen unsere halb vertrocknete Hecke. Nun überlegten wir, wie wir Sichtschutz haben und nicht diese alte Hecke behalten müssen.

Wir machten kurzen Prozess und beschlossen, die alte Hecke erst einmal auszugraben und danach werden wir sehen was wird. Gesagt getan, in der Dämmerung grub Uwe mit den Kindern die erste Heckenpflanze aus, bei den anderen Heckenpflanzen half uns ein Nachbarssohn.

Es wurde erst einmal unheimlich Licht und Platz, nur leider konnte man sich nun nicht mehr so recht gemütlich auf die Terrasse setzen, da man sehr auf dem Presentierteller saß.

Also musste eine neue Hecke her. Wir durchsuchten, die uns bekannten Geschäfte für Pflanzen, leider erfolglos.

Also blieb uns nur noch das Internet, dort fanden wir Tuyapflanzen für einen guten Preis und gemeinsam mit unserer Chinesisch Lehrerin  bestellten wir die Pflanzen. Was wir erst später erfuhren, die Pflanzen wurden nun mit dem Flugzeug aus Shanghai nach Changchun geflogen.

Was natürlich für uns völlig unverständlich war, aber hier wohl üblich.

Nun warteten wir und nach 4 Wochen und vielen durcheinander Telefonaten kamen die Pflanzen an.

 

 

Hier sieht man die Hecke, sie ist riesig und verdeckt das ganze Haus

Die Aktion, die dann noch bis in die Dunkelheit hinein ging.

Hier stehen nun noch die letzen Sträucher.

So, das sieht ja erstmal gut aus....

...Leider hatten wir 20 Tuya Pflanzen zu 180cm Höhe bestellt, dafür erscheinen mir die zwei Säcke schon etwas mager.

Wie befürchtet, sahen die Pflanzen sehr kläglich aus. Dazu sagt man wahrscheinlich, die " Katze" im Sack gekauft.

Da sie auch sehr vertrocknet aussahen, bekamen sie erstmal richtig viel Wasser.

Die Männer haben sich bemüht, mit den Mitteln, die uns hier zur Verfügung stehen, eine hübsche Hecke zu pflanzen. Nun fleißig gießen.....

.....leider wollen die Pflanzen nicht so recht grün werden, sie sehen sehr schwach aus....

......was tut man nicht alles, ab auf den Blumenmarkt und Dünger gekauft, leider habe ich erst hinter her erfahren, dass man Tuya Hecke nicht am Anfang schon düngen soll.

Egal woran es nun liegt, es werden immer mehr Spitzen braun, ich schneide immer wieder etwas heraus.

Das traurige Ende von dieser Aktion ist ein Stand von 9 Pflanzen die sich recht gut entwickelt haben und 5 die ich so weit herrunter schneiden musste, dass sie nun von neuen heran wachsen..... Bild folgt

Es war eine Erfahrung und wir wissen jetzt, wir werden in China keine Hecke mehr pflanzen.


Klinikaufenthalt in china

Wir haben kürzlich ungewollt intensiven Kontakt mit dem chinesischen Gesundheitssystem haben dürfen.

Leider ist unser aus Deutschland angereister Besuch schwer erkrankt und nach einigen Untersuchungen beim deutschen Werksarzt, kam unser Besuch an einem Klinikaufenthalt nicht drumrum.

Nach dem wir alle Sachen gepackt hatten ging es in die Jilin Herzklinik. Die auf Empfehlung es Werksarztes sehr gut und nach Amerikanisch/deutschem Standard sein sollte. Wir waren sehr gespannt. Wir hatten schon einige nicht so tolle Geschichten von chinesichen Kliniken gehört. Deshalb packten wir auch großzügig Sachen ein, angefangen von Bekleidung über Handtücher, Essen und Trinken sowie Toilettenpapier.

Wir wurden schon erwartet, da wir telefonisch angemeldet wurden.

Es gab ein kurzes Gespräch mit deutschem Arzt, danach begann ein langer Verwaltungsakt. Erst wurde uns gesagt das die Klinik keinen Vertrag mit der Auslandskrankenversicherung Allianz hat, danach hieß es wir müssen Bar bezahlen.

Darauf hin telefonierte ich mit der Auslandskrankenversicherung in Deutschland, es wurde mir gesagt, dass es eine Filiale der Allianz in Beijing gibt. Sie würden sich wieder mit uns in Verbindung setzten und sie hofft und denkt das Beijing eine Kostenübernahme an unsere Klinik senden kann.

Jetzt mussten wir einige Zettel für die Aufnahme ausfüllen, die zum Glück auf Englisch waren. Uns wurde auch eine Preisliste gegeben, worauf wir später ankreuzen sollten, was gemacht wird und dieses bezahlen.

Wir sagten, dass das der Dr. machen soll, da wir nicht wissen was gemacht werden muss.

Da es so schnell keine Verbindung mit der Krankenkasse in Beijing gab, entschlossen sich die Damen der Klinikverwaltung, pauschal 10000,-Yuan zu verlangen.

Also wollten wir mit Kredikarte bezahlen, leider war das heute nicht möglich. Die andere Möglichkeit war, Geld aus dem Geldautomat zu holen. Der Automat in der Klinik war leider nur für chinesische Geldkarten geeignet. Also ist Uwe los und hat an 4 verschiedenen Automaten in Kliniknähe Geld abgehoben. Er bekam aber nur 8000,-Yuan zusammen. Das hat dann glücklicher Weise auch gereicht. Dann ging es auf die Intensivstation.

Der deutsche Arzt hat diesen Platz organisiert, weil es auf dieser Station viel ruhiger ist, nicht aber, dass eine Notfallsituation bestand.

Wir waren von der Ausstattung der Station sehr überrascht, es machte einen sehr ordentlichen und sauberen Eindruck.  Auch technisch standen sie Deutschland in nichts nach. Die Überwachungsmonitore kannten ich aus den dresdner Klinik.  Selbst bei der Blutabnahme wurden Handschuh getragen und auch desinfiziert. Als ich dann aber den Stauschlauch sah, konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen. (siehe Foto)  Ich weiß nicht, wann in Deutschland zuletzt solche Schläuche benutzt wurden. Aber sie funktionieren.

Nun hatten wir viele Sachen her geschleppt, sollten aber fast alle Sachen wieder mitnehmen. Er bekam einen gestreiften Klinik-Pyjama an.

Etwas Essen durfen wir da lassen, es wurde aber genauestens kontrolliert.
Wir bekamen noch einen Einkaufszettel auf Englisch und Chinesisch, welche Dinge wir noch im hauseigenen Shop kaufen sollten. Der Patient brauchte eine Schüssel und einen Löffel, für das Essen. Bettschutzunterlagen, Wasser, Joghurt, Toilettenpapier, Feuchttücher.  Hier geht es zum Teil sehr pragmatisch zu, so dass dem Patienten keine Ente sondern ein Messbecher zum pinkeln gegeben wird. Ich sage da nur, Einfuhr- und Ausfuhrprotokoll leicht gemacht. Essen auf der ITS: Früh gab es einen Joghurt und eine Mandarine,(von den mitgebrachten Sachen) dort wurde sogar die Schale der Mandarine gewogen und auch der leere Joghurtbecher wurde gegen gerechnet, damit die Einfuhr genau berechnet werden konnte. Selbst das Wasser wurde mit einer 20er Spritze gereicht, für die Einfuhrkontrolle. Mittags gab es Hirsesuppe und ein gekochtes Ei, in die gekaufte Schüssel.

Später ging es auf die normale Station, dort gab es gar kein Essen mehr und auch sonst kamen die Schwestern nur herein, wenn der Patient klingelte. Wenn er auf Toilette war, wurde er auch sofort wieder verkabelt, obwohl es nicht unbedingt notwendig wäre. Zum Glück war der Patient in der Lage sich seine mitgebrachten Speisen zu nehmen. Nach zwei Tagen war dann auch mal eine Reinigung des Patienten notwendig. Wir erkundigten uns, ob es möglich ist. Die Schwester teilte uns mit, dass es aber nur kaltes Wasser gäbe. Kein Grund sich nicht zu waschen, dachten wir. Auch dass Badezimmer (welches sich sogar im Patientenzimmer befindet) war eiskalt. Uns wurde später auch erzählt, dass man warmes Wasser auf die Station bestellen könnte, aber hinter diesen Prozess wollten wir nicht mehr steigen. Auch nach einer kalten Dusche fühlt man sich gleich besser. Auf Nachfrage gab es auch einen frischen Sträflingsanzug. Ich fragte auch nach einem frischen Bettbezug. Nach einer Weile kamen zwei Hilfskräfte und bezogen das Bett neu. Was ich sehr angenehm für die Krankenschwestern empfand. Wenn diese das nicht mehr selbst machen brauchen. Noch eine Nacht, danach beschlossen wir, dass es dem Patienten besser geht, und wir ihn wieder nach Hause holen können. Nachdem der deutsche Arzt die Befunde gecheckt hat, stand der Entlassung nichts mehr im Weg. Nur wie bekommen wir unser Geld wieder? Der Plan war, die Allianz Filiale sendet der Klinik in Changchun die Kostenübernahme und wir bekommen unsere Anzahlung wieder. Den Rest sollte die Versicherung mit der Klinik klären. Da wir und die Klinik drei Tage keine Information zur Kostenübernahme von Beijing erhalten haben, rief ich in die Krankenkasse in Deutschland an. In Deutschland wurde festgestellt, dass tatsächlich noch keine Kostenübernahme zur Klinik gesendet wurde, da Beijing noch irgendwelche Informationen fehlen. Deutschland informierte darauf hin nochmal Beijing. Danach versuchte Beijing die Klinik zu erreichen. Dort gab es aber Schwierigkeiten, da sie den Patienten im System nicht fanden.  Wir ließen unsere Ansprechpartnerin der Klinik in Beijing anrufen.  Sie konnte aber niemanden erreichen. Also riefen wir wieder in Deutschland.


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QingMing Feiertag

Genau heute auf den Tag genau, den 4. April wird das Qingming Fest gefeiert. An diesem Tag wird den Toten gedacht. Der Todengedenktag findet 106 Tage nach dem Sommerkalender(Bauernkalender) und 15 Tage nach der Frühlings Tag-und Nachtgleiche statt. Es werden die Gräber gefegt, es werden Blumen, Gegenstände und Nahrungsmittel an die Gräber gelegt, die die Verstorbenen mochten. Es werden Weihrauchräucherstäbchen angezündet und Totengeld, sowie aus Papier gefertigte Goldsymbole verbrannt.
Wir haben uns auch mal Einiges gekauft und werden underen Vorfahren gedenken.
An diesen Tagen stehen an der Straße überall Händler, die Totengeld und Blumen verkaufen.
Die verbrannten Dinge sollen den Toten zur Verfügung stehen und sie gegenüber ihren Nachkommen gut stimmen. Da die Nachkommen denken, dass die Toten ihre Geschicke leiten. Vielen Chinesen essen an diesem Tag nur kalte Speisen.

Um das Qingming Fest, wird es wärmer und es regnet mehr, was sich gut auf die Aussaat auswirkt.

 

 

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warum schreibe ich immer noch vom Sommer

Ihr werdet euch wundern warum ich immer noch vom Sommer schreibe. Ich schreibe erst seit September diesen Blog, habe aber seit Anfang unserer Reise Notizen in ein Heft geschrieben. Nun bin ich dabei alle Notizen aufzuarbeiten und parallel aktuelle Reiseberichte zu schreiben und aktuell Erlebtes in Schriftform zu bringen. Sehr zeitaufwendig ist auch das Sichten der Bilder und nicht zu letzt das Hochladen der Bilder. Ich hatte es bereits erwähnt, das Internet ist zum Schreien.

Etwas chaotisch, aber ich bleib dran und würde mich freuen wenn ihr weiter lest.

Von meinem Huawei-Mobiltelefon gesendet

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IKEA

Ich bin heute mit meinen zwei großen Töchtern zum Konfirmantenunterricht aufgebrochen. Nur die Große hat Unterricht, da es aber so weit ist und wir einen Wochenendausflug daraus gemacht haben, sind wir zu dritt gefahren. Unser Ausflug ging ins 300 km entfernte Shenyang. Es ist so, dass es einen Pfarrer und eine Deutsche evangelische Kirchgemeinde in Peking gibt. Der Pfarrer ist gleichzeitig für mehrere Orte zuständig. Das ist nicht sehr sonderbar, nur dass in China die Orte etwas weiter  von einander entfernt sind. Deshalb ist der Pfarrer mit dem Flugzeug unterwegs um seine Gemeindemitglieder in Changchun, Shenyang und Qingdao zu betreuen und dort einen Gottesdienst zu halten. Damit die Kinder einige Konfirmationsunnterrichtsstunden absolvieren können, haben sich die Eltern bereit erklärt, dass sie auch mal nach Shenyang fahren. Das Kind aus Shenyang, was ebenfalls Konfiunterricht hat, kommt dem zu folge nach Changchun, wenn der Pfarrer bei uns im deutschen Dorf ist. Damit die Kinder auch etwas lernen, haben wir uns für ein ganzes Wochenende entschieden.

So sind wir Samstag 7.00Uhr zum Bahnhof gefahren und mit dem Schnellzug 1,5h nach Shenyang gedüst. 11.00Uhr ging es dann mit der U-bahn für die Konfikinder zum Unterricht und für die Eltern und mitgereisten Geschwister zum Hotel. Nach dem Einchecken und einer kurzen Pause ging es zum IKEA. Alle freuten sich und wir begannen den Ausflug mit einem leckeren Mittagessen bei IKEA. Es schmeckt genau so gut wie in Deutschland. Danach arbeitete ich mit meiner Mupie den Einkaufszettel ab. Ich wollte Geschirr kaufen und einige Küchenutensillien und Lebensmittel (ganz wichtig Schokolade;). Es war auch hier wieder so, dass es schön war die ganzen bekannten Dinge zu sehen, Heimatgefühl!!!

Es waren unmengen an Menschen unterwegs, wie überall in China. Es gab nicht mal mehr Körbe.

Es gab natürlich auch wieder einige verrückte Dinge zu bestaunen.

Ich hatte es gehört, aber man muss, es gesehen haben. Leute Schlafen in der Ausstellung, Kinder werden in  Kinderbetten gelegt und machen dort ihren Mittagsschlaf. Viele Eltern haben auch ihre Kinder in den Einkaufswagen gelegt. zum Teil haben sie Decken oder Jacken rein gelegt, damit die Kinder schön weich liegen. Sie setzen sich auch in die Küchen und an die Esstische und packen ihr Essen aus. Auch die Sitzmöbel und Sofas werden intensiv getestet. Auf den Stühlen wird ein Päuschen gemacht und Mails gecheckend. Auf dem Sofa wird geschlafen und sie decken sich auch gleich mit einer Decke zu, die zu Dekorationszwecken da liegt.

Wir waren 4 Familien und wir haben zusammen unsere Einkäufe nach Changchun liefern lassen. Bevor es soweit war, haben wir alles noch selbst in Zeitungspapier gewickelt und in Kartons gepackt. Ich wollte es wagen mein vieles Geschirr liefern zu lassen. Obwohl ich, wie schon bei Land und Leuten geschrieben, weiß, wie es gebracht wird. Aber ich wurde nicht enttäuscht, es ist alles heile angekommen. Es war ein kleines Weihnachten, die vielen schönen und zum Teil leckeren Sachen auszupacken.

 

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Kleine Zwischennotiz

Ich schieße heute ganz viele Artikel ins Netz.

Wir hatten eine Woche lang kein Internet, bzw. kein VPN.

VPN ist das Programm, was ich hier in China brauche um überhaupt ins Internationale Netz zu gelangen.

Wir sind hier unheimlich abhängig vom örtlichen Internet. Manchmal geht einfach garnichts.

Ja, es gibt noch die mobilen Daten, damit haben wir wenigstens übers Handy Kontakt zur Außenwelt, aber der Blog läßt sich sehr schlecht übers Handy schreiben.

Also entschuldigt die sporadische Dokumentation.

Auf Reisen waren wir auch wieder, also gibt es in Kürze auch wieder was bei Reisefieber zu lesen.

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Massage in China

Massage in China, ein Erlebnis! Wenn man die Praxis betritt, kommt man in eine Art Vorraum, der zur Straße immer offensteht, dem entsprechend schmutzig ist auch alles. Überall liegt Müll herum, leere Flaschen und ganz vorn ein Berg von Räucherstäbchenasche auf einem winzigen Altar. 

Bevor man den Behandlungsraum betritt, muss man seine Schuhe ausziehen und diese gegen Badelatschen tauschen. Zum Schuhe ausziehen, stehen auch noch zwei schäbige Sessel im Vorraum, wo man sich hinsetzten kann. Wenn man den Behandlungsraum betritt, steht man direkt neben der ersten Liege, die anderen zwei Liegen stehen knapp daneben, da gibt es keine Abtrennung.

 

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Silvesterabend

Den Silvestertag haben wir sehr gemütlich verbracht. Nach unserer Reise mussten einige Dinge erledigen werden. Es gibt immer etwas zu tun. Für das Zimmerfenster des Prinzen, mussten wir ein Rollo anfertigen lassen. Nachdem wir 3 Mal dort waren, hat es dann auch geklappt. Abends waren wir lecker Pizza essen bei Waves. Mit Wunderkerzen und  Fernsehabend rutschten wir ins neue Jahr.

Schlechte Nachricht  12min nach Mitternacht: 
Die 4jährige Tochter einer Bekannten ist einen Tag vor Silvester gestorben. Für einen Moment blieb die Welt stehen. Es ist nicht fassbar, ich bin sprachlos, ich will was sagen aber alles scheint falsch. Ich verkneife mir die Floskel das es mir leid tut, damit ist ihnen nicht geholfen. Ich schreibe ihr wie ihr Tochter die Welt verändert hat, das kleine Familienuniversum und die Welt selbst.

Denn durch sie ist ihre Mutter über sich hinaus gewachsen, hat einen Blog geschrieben, hat sich für die Interessen von Behinderten stark gemacht. Ja, die Tochter war schwerstmehrfach behindert und sie hat in ihrem kurzen Leben schon viel gekämpft und erduldet, immer begleitet von ihren Eltern, immer wusste sie, sie kämpft nicht allein. Egal was sie verstanden hat, sie hat es gefühlt.

Sie hatte die starke Mutter an ihrer Seite, den gemütlichen, sensiblen Vater und die kleine Schwester, das Energiebündel.

Wir haben sie in Köln kennen gelernt, im Ronald MC Donald Haus in der Kinderklinik.

Beide Familien am Ende ihrer Kraft, kämpfen für ein Ziel,  bitte verbessert den Zustand unserer Kinder, von Heilung kann keine Rede sein und lasst uns wieder nach Hause gehen, gebt uns unseren Altag, unser Leben zurück.
Nun schon wieder, ist “das Schicksal ein mieser Veräter“ (ein Name eines Films), besser kann ich es nicht ausdrücken. Immer wieder hat man sich die Frage gestellt, warum behindert, was wäre, wenn du nicht wärst und immer hat man den Gedanken weg gewischt und war sich sicher, dass Leben wäre nicht unsers wenn es dich nicht geben würde. Bei den ersten OPs von unserem Engel musste sie reanimiert werden, bei den darauf folgenden, waren wir auf das Schlimmste vorbereitet.

Aber sie hat gekämpft, bei jeder verdammten OP, sie ist einfach nicht klein zu kriegen.
Ich hoffe dass meine Bekannte, wieder neue Kraft schöpfen kann, um die Zeit der Trauer zu ertragen.
Wieviel Kraft habe ich und sicher auch viele andere durch ihren Blog und ihre Arbeit erhalten.

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Weihnachten ohne  Stress


Was für ein Weihnachten. Ohne Stress, ohne   Verpfichtungen, ohne jahrelange Rituale, die es einzuhalten gilt, ohne Zeitdruck, ohne jeden perfektionistischen Wahn vom perfekten Weihnachtsfest, ohne Feiertage, die man nur auf Achse ist um alle Verwandten zu besuchen und glücklich zu machen, ohne Geschenkeeinkaufsstress, um für alle noch eine Kleinigkeit zu besorgen, wenn möglich noch besonders einfallsreich,  ohne den üblichen Hausfrauenstress, das ganze Haus blitz blank zu putzen, es könnte ja ein Überraschungsbesuch vorbei schneien. Es müssen auch keine Kinder in die Kirche transportiert werden, weil sie nach vielen vorweihnachtlichen Proben ihren großen Auftritt beim Krippenspiel haben. Ich musste keinen Weihnachtsmann besorgen und hoffen, dass die Kinder ihn nicht erkennen und er auch unseren Zeitplan einhält.
Nicht dass ich Weihnachten nicht schön finde, die ganzen Jahre habe ich mich abgemüht, alles so schön und perfekt wie möglich vorzubereiten und spätestens nach dem alle ihre Geschenke bekommen haben und das Essen vorbei war, bin ich erschöpft auf dem Sofa eingeschlafen. Ich genieße dieses Jahr unser ganz anderes Weihnachtsfest.
Es ist hier in China schon schwer in Weihnachtsstimmung zu kommen. In allen Ecken Kitschige Dekoration, übermäßig bunt, wenn möglich noch mit lauter Melodie. Ich habe aber unsere Weihnachtsdeko mitgenommen und wir haben es uns schön gemütlich gemacht.   Bei den Lichtelstunden und gemütlichen Kekseknabbern bei Kerzenschein mit Musik von Frank Schöbel und Aurora Lakasa in unserer Stube ist schon das Weihnachtsgefühl aufgekommen. Es gab auch einen Weihnachtsmarkt bei uns, das war ezwas ganz besonderes, dazu später mehr. Das einzige was gefehlt hat, waren Pulsnitzer Pfefferkuchen. Zum Glück hat der Opa ein bisschen was mit der Post geschickt, so das wir für jeden Adventssonntag ein Stück Pfefferkuchen hatten. Wir haben Unmengen an Keksen gebacken und viele Chinesen glücklich gemacht. Was ist Weihnachten für die Chinesen, unser Ayi zum Beispiel hat kleine Geschenke in Tulpenpapier für die Kinder mitgebracht.
Die meisten Deutschen aus unserem Dorf sind spätestens am 14.12 (Ferienbeginn) nach Deutschland abgereist. Es war die letzten Tage sehr ruhig, was aber nicht sonderlich schlecht war.
Der einzige Stress des diesjährigen Weihnachtsfestes, ist das Kofferpacken für 6 Personen, aber das war schnell erledigt. Geschenke war dieses Jahr nicht so Thema, musste ja auch klein sein, damit es in den Koffer passt.
Es gibt nun dann doch allerhand Geschenke, auch welche, die warten zu Hause.

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Fahrschule

Die ersten 6 Wochen haben wir hier ohne Auto zu gebracht. Wenn man sich vorstellt, was wir so für Lebensmittel ran geschleppt haben, dann ist es kaum zu glauben, dass es doch irgendwie ging. Wie schon geschrieben, hat uns ab und an schon mal jemand mit zum Einkaufen genommen. Wir sind auch fleißig Bus gefahren, weil wir zu Sechst nicht ins Taxi passten.
Nun endlich war unser Visum fertig und in den Paß eingetragen, Das konnte erst gemacht werden, wenn die Arbeitserlaubnis eingetroffen ist. Jetzt endlich konnten wir unseren Führerschein machen.
Bis zu letzt haben wir gehofft, dass der Führerschein den wir bereits 2008 gemacht haben, doch noch verlängert wird. Aber nein, er war nur bis Juni 2015 gültig, also waren wir einfach 4 Wochen zu spät. Das Schlechte war, dass wir keine Minute daran verschwendet haben, die Fahrschulfragen zu lernen. Na, jetzt aber schnell!!! Hundert Fragen in grauenvollem Deutsch in einer Woche zu lernen, kann ja nicht unmöglich sein. Wir hatten die Fragen in Papierform vorliegen und bemühten uns. Am Mittwoch waren wir 4h bei der Polizei um alle Formalitäten zu klären. Es fand so etwas ähnliches wie ein Gesundheitscheck statt.

Es war mehr als amüsant.

Es lief so ab:  eine halbe Minute Hörtest, eine halbe Minute Sehtest,  Kontrolle ob alle 5 Finger dran sind.

Zum Schluss mussten wir eigenhändig einen Stempel unter die Untersuchungsergebnisse machen. Weiter ging es in eine schäbige Barake, dort wurden Paßbilder gemacht. Es wurde im stehen gemacht und die Personen in der Warteschlange standen so zu sagen hinter dem jenigen, der gerade fotografiert wird. Danach gingen wir in eine riesige Halle, in der dann unsere zusammen gestellten Unterlagen genehmigt wurden. Dort haben wir dann ca. 2 h gewartet.
Zwei Tage später wurde es ernst, wir wurden 8.15 Uhr abgeholt. 9.00 Uhr trafen wir bei der Polizei ein, um am Computer unsere Prüfung abzulegen. Man hatte 45 min Zeit für 100 Fragen. Man durfte 10 Fehler machen. Leider hatte ich 11Fehler. Ich habe mich vielleicht geärgert. Man hat noch einen zweiten Versuch, da hatte ich leider 14 Fehler. Auch Uwe hatte kein Glück an diesem Tag.
Nächste Woche also, das ganze nochmal.
Wir besorgten uns nun die Fragen in Dateiform und wunderten uns, dass es viele Fragen gab, die auf unseren Blättern  gar nicht vorkamen. Auch hier war die Übersetzung alles andere als gelungen.....
Wir haben fleißig gelernt und bestanden eine Woche später diese Prüfung. Eine riesen Anspannung fiel ab. Der Hohn an dieser Prüfung ist der, dass es schon ähnliche Regeln wie im deutschen Straßenverkehr gibt. Nur leider hält sich von dem Tag an, wo man den Führerschein in der Hand hält, keiner mehr an keine einzige Regel. Um nur einige Beispiele zu nennen: Der Bus fährt prinzipiell im Dunkeln immer ohne Licht. Es benutzt niemand einen Kindersitz, den Gurt auch nicht. Vorfahrt beachten ist ein Fremdort. Blinken muss auch niemand. Auch der Schulterblick ist über bewertet. Ein Autofahrer ohne Handy am Ohr, fällt sofort auf, weil es so selten vorkommt. Zebrastreifen haben auch keine Funktion hier, ist nur zur Deko. Das nur so am Rande.

Am Freitag Früh war Prüfung  und mit ganz viel Glück haben wir unser Auto am selben Tag erhalten. Was war das für eine Freude. Alle passen in ein Auto und wir können fahren wohin wir wollen.

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Der gestohlene Einkaufswagen

Wir haben unsere Kleinsten ins Bett gebracht und sind dann mit dem Taxi nochmal los zum Einkaufen. Großeinkauf machen wir meist im Walmart, da wir dort fast alles bekommen. Also machen wir unsere Runde. Wir waren schon spät dran und wollten nur noch Eis holen. Nach chinesischer Logik, befinden sich die Gefriertruhen im vorderen Bereich des Ladens. Also stellten wir kurz unseren Wagen ab und holten Eis,.... Als wir zurück kamen, war auf einmal unser Korb weg. Das war nun gar nicht  witzig. Zuerst dachten wir, wir haben vergessen, wo wir ihn abgestellt haben. Das konnte doch nicht sein?  Wir fanden ihn neben vielen anderen Körben und mit einigen Verkäuferinnen, dann doch wieder und waren froh.
Doch leider mussten wir mit Entsetzen feststellen, das viele Dinge fehlten. Uns war es ein absolutes Rätsel, wie man in so kurzer Zeit so viele Sachen wieder einräumen konnte. Also begannen wir 21.00Uhr wieder alle Sachen zusammen zu tragen. Als wir dann fast alles wieder hatten, ging es zur Kasse, wir verpackten alles in Rücksäcke und Taschen.
Jetzt mussten wir noch ein Stück bis zur Hauptstraße laufen, um ein Taxi zu bekommen, dann fuhren wir erschöpft nach Hause.

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Mama außer Betrieb/Wasserschaden

Immer noch schreibe ich von meinen Aufzeichnungen. An diesem Tag ging es mir echt dreckig.

Ich hatte Übelkeit und Erbrechen. Es war bis jetzt bei allen Chinaaufenthalten so, dass am Anfang einmal jeder Magen/Darm Beschwerden hat. Nur leider sind immer noch Ferien und immer noch alle Kinder zu Hause. Da ohne Mama nichts geht, hatte ich nicht viel Zeit zum Ausruhen. Ich quälte mich durch den Tag. Unsere Ayi unterstützte mich im Haushalt, so dass ich vom Sofa aus alles weitere managen konnte und die Bande in Schach hielt. Nachmittags war ich mit den Kindern allein und versuchte mich durch zu beißen, da Jonathan noch viel Aufmerksamkeit braucht, war ich bald mit meiner Kraft am Ende.

An diesem Tag ist Uwe eher nach Hause gekommen, weil ich nicht mehr konnte.

 

 

Unser Haus hatte noch einige Mängel, die aber sehr schnell behoben wurden. Wir hatten gleich eine Liste mit Fotos angefertigt, damit es auch zu keinen Missverständnissen kommen konnte.

Genau am 01.08.2015 gab es dann noch zusätzliche Schäden, mit denen keiner gerechnet hat.

Es kam gleich zu drei Wasserschäden an einem Tag.

1. Das Spülbecken der oberen Toilette lief über und das ganze Bad stand unter Wasser. Wir riefen den Worker und er reparierte es relativ zeitnah.

2. Am Nachmittag klingelte es an der Tür und unsere neuen Nachbarn stellen sich kurz vor. Leider hatte ich vergessen die Tür des Gäste-WC zu schließen, so dass der Prinz hinein krabbeln konnte. Er machte sich an dem Zuleitungsschlauch der Toilette zu schaffen, die kurz darauf abbrach und das Wasser in rauen Mengen sich auf dem Boden des Gäste WC `s ergoss. Ich wunderte mich, warum der Prinz so nass aus dem Gäste-WC kam und schaute nach. Zum Glück fand ich schnell den Wasserhahn der Zuleitung und konnte Schlimmeres verhindern. Auch diesen Schaden meldete ich. Leider hatte der Worker die nächsten 2 Tage keine Zeit, so dass die Damen der Rezeption sagten, es gibt ja schließlich oben noch eine Toilette, also wird die untere ja auch nicht unbedingt benötigt.

3. 22.00Uhr an diesem feucht fröhlichen Tag, wieder Wasseralarm. Unsere Große geht noch einmal auf Toilette und wäre beinahe ausgerutscht. Wieder schwimmt das ganze obere Bad. Dieses  Mal ist es die Waschmaschine. Der Ablaufschlauch ist einfach locker in die Wand gesteckt und ist dieses Mal ein bisschen herraus gerutscht. So dass, das ganze Wasser ins Bad gepumt wird. Diesen Schaden haben wir selbst beheben können ihn dem wir den Schlauch locker zurück in die Wand steckten und hoffen, dass er nicht mehr heraus rutscht.

 

 

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Umzug ins Haus

 Wir haben nun 8 Wochen im Hotel gewohnt, über zwei Appartments verteilt. Haben die Einkäufe und Fahrräder, Roller und Waveboards in die zweite Etage geschleppt. Wir sind schon mehrmals um unser Haus geschlichen und haben uns so darauf gefreut, in der letzten Häuserreihe am Sportplatz, direkt neben dem Park zu wohnen.

Wir haben uns auch noch eine Tür einbauen lassen, damit wir 5 Schlafzimmer haben. Die Eltern haben so zu sagen das Spielzimmer, dass ohne Tür vorgesehen war, zum Schlafzimmer umfunktioniert. Die obere Etage ist komplett in Kinderhand.

Wir hatten keine großen Erwartungen, was den Termin für den Umzug betrifft. Da wir auch den Kindern keine Hoffnung machen wollten, denn die Enttäuschung ist bei solchen Dingen immer vorprogramiert.

Es war wieder typisch chinesisch. Uns wurde erst gesagt, dass wir am Wochenende umziehen können. Dann hieß es, es geht erst am Montag. Da hätte ich den Umzug aber mit dem Kinderwagen machen müssen, da Uwe auf Arbeit ist.
Es hatten sich schon eine Menge Dinge (z.B.: Wasserspender, Wäscheständer und Lebensmittel angesammelt. Dann fragten wir ob es vielleicht gleich heute (Freitag) noch gehen würde. Echt selbstmörderisch!

Die Handwerker könnten ja in der Woche noch die Kleinigkeiten fertig stellen.
Das ging dann auf einmal, ohne das wir das verstehen mussten.

Auto hatten wir keins, gepackt war auch noch nichts. Super Vorraussetzungen!!!
Nach kurzer Zeit hatten wir drei Autos samt Fahrer, die sich von jetzt auf gleich bereit erklärt hatten uns zu helfen. Die netten Leute hatten im Hotel Foyer mitbekommen wie wir versuchten mit dem Hotel zu verhandeln.

Jetzt musste nur alles schnell noch eingepackt werden.  Wir hatten überhaupt nicht damit gerechnet, dass es heute los geht.

Die Klamotten packte ich so gut es ging in die Koffer. Einige Kisten hatte ich vorsorglich aufgehoben. Es hatte sich einfach zuviel angesammelt, die ganzen Lebensmittel (Mehl, Zucker,Reis), die Lebensmittel im Tiefkühlfach, die Dinge die Uwe zum Look and See hier gelagert hatte, für die wir auch keinen Koffer mehr hatten, einen Teppich, einen Staubsauger, Reinigungsmittel und viele Kleinigkeiten kamen zusammen und mussten verstaut werden und zwei Etagen runter und quer durchs Hotel getragen werden.

Unsere Helfer brachten auch noch Körbe mit. Zum Schluss wurde alles ins Haus gekippt, damit wir alles aus dem Hotel holen konnten. Zwischen drin krabbelte der Prinz und fand es ganz spannend, die gepackten Kisten wieder aus zu laden. In zwei Stunden hatten wir alles ausgeräumt und konnten den Zimmerschlüssel abgeben.

Oh, wie haben wir uns gefreut, endlich die eigenen vier Wände. Die Großen hatten schon die Zimmer aufgeteil und bezogen voller Freude ihr neues Reich. Zugleich begann die Planung, wie könnte man sein Zimmer noch besser einrichten. Es waren schon alle Möbel vorhanden, wir mussten sie uns nur noch nach unseren Wünschen zurecht rücken. Da es ein sehr großes Haus ist, war es trotz Möbel noch sehr leer. Unsere Sachen und Spielzeug aus dem Container fehlten immer noch.

Gleich am übernächsten Tag kaufte ich von einer abreisenden Familie 5 große Topfpflanzen. Von dem Moment an war es gleich viel gemütlicher im Haus.

Es musste noch einiges organisiert werden, es gab nur zwei Schreibtische im Haus. Die großen Mädels benötigten jeder einen und wir brauchten für unseren PC auch einen. für 6 Personen gab es zwei Kleiderschränke, eindeutig zu wenig. Also fragten wir im Hotel ob sie nicht noch zwei mittelgroße Kleiderschränke für uns hätten. Sie brachten uns ein Monsterteil (6türig). Zum Glück hatten wir im Schlafzimmer noch eine freie Wand. Einen kleinen Kleiderschrank haben wir noch gekauft, damit alle Kinder einen Kleiderschrank in ihrem Zimmer haben. Der Prinz und unser kleiner Engel teilen sich noch einen.

Es war ein tolles Gefühl, wie zu Hause ankommen. Unser neues zu Hause. Jetzt konnte das schöne China leben beginnen.

Unsere Ayi half mir beim Putzen, im ganzen Haus war noch eine feine Staubschicht auf den Böden und den Möbeln.

 

 

 

 

 

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Freunde wieder Treffen/Einkindpolitik


Wir sind spät aufgestanden und haben gemütlich gefrühstückt.

Heute hatten wir uns vorgenommen, dass wir den uns so nahen Nanhu See umrunden werden. Unser Engelchen hatte ein Fahrrad geborgt bekommen, was die Sache erleichterte, da wir 1,5 h bei brennenden 29°C unterwegs waren.

 Es war sehr schön, da der angrenzende Park sehr schön angelegt ist, mit wunderschönen Bogenbrücken aus Stein und tolle Brücken mit verzierten Holzdächern.

Es waren sehr viele Menschen unterwegs. Unsere kleine Mannschaft und unsere langen Nasen fielen trotzdem auf. Lange Nasen daher, weil manche Chinesen Ausländer als Langnasen bezeichnen.

Wir hörten immer wieder Getuschel, "oh, schaut mal, 4 Kinder!" Wir nahmen es mit Humor und oft kommen bei solchen Gelegenheiten noch nette Gespräche zu Stande.

Wie in allen Großstädten sind die Parks Anzugspunkt Nummer Eins im Sommer. Manche kamen auch mit Zelten und großen Taschen mit Essen und verbrachten im Schatten der Bäume ihre Freizeit.

Am Nachmittag bekamen wir Besuch von unserer Freundin Wang Xu. Das ist die Dolmetscherin, die 2008 mit Uwe zusammen arbeitete. Wir haben die ganzen Jahre Kontakt gehalten. Sie hat uns schon damals viel über Land und Leute erklärt und uns auch oft bei Besorgungen oder bei Reiseorganisationen geholfen.

Inzwischen hat sie ein Kind und ist verheiratet.

Wir hatten ihrer Tochter ein Buch mit deutschen Kinderliedern mitgebracht, wir sangen ihr die Lieder gleich mal vor. Wang Xu möchte gern, dass ihre Tochter auch etwas Deutsch lernt.

Es gab viel zu erzählen, bei unserem ersten Wiedersehen. Wir machten noch einen Spaziergang und gingen anschließend zur Spießebude abendessen.

Die 3 Jährige Tochter war anfangs etwas ruhig, später hatten alle 4 Mädchen viel Spaß.

Wang Xu fand es ganz toll, dass wir jetzt 4 Kinder haben und sie erzählte, dass sie sich auch noch ein Kind wünscht.

Wir sprachen über Einkindpolitik. Sie sagte, wenn beide Eltern Einzelkinder sind, könnte man ohne Probleme zwei Kinder bekommen. Wenn es nicht so ist, könnte man für einen Geldbetrag auch zwei Kinder bekommen.

Sie macht sich aber Sorgen. Kinder sind teuer in China. Der Kindergarten kostet im Monat zwischen 500 - 5000Yuan (71 - 715€) im Monat. Meistens sind es 200,-Yuan (285,-€). Schule kostet im Jahr 500Yuan (75,-€). Das ist viel Geld für sie. Es gibt auch keine Elternzeit, Mütter müssen nach 4Monaten (bei Kaiserschnitt 4,5 Monate) wieder auf Arbeit gehen. Es gibt auch kein Teilzeitangebot. Die jungen Familien sind also auf die Großeltern angewiesen. Deshalb sehen wir sehr oft Großeltern mit Kindern. Bei unserer Freundin ist es so, dass die Schwiegereltern mit in der Wohnung wohnen und sie die meiste Zeit um die kleine Tochter kümmern.

Was auch sehr schwierig ist, da so die veralteten Erziehungsmuster weiter gegeben werden und die jungen Eltern wenig Zeit und Möglichkeiten haben ihr Kind moderner zu erziehen.

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Milchpulverskandal

 

 

 

Es ist eine logistische Meisterleistung, wenn man hier mit einem Säugling oder Kleinkind anreist. Wir hatten auch mehrere Dosen Milchpulver im Koffer mit gebracht, was erst einmal ein ruhiges Gefühl vermittelt. In erster Linie war es aber mein Plan, dem Prinzen so schnell wie möglich vom Milchpulver zu entwöhnen. 

Als er dann auf den Geschmack des puren Wassers gekommen war, dauerte es nicht lange und er trank Wasser statt Milch und holte sich alles andere über die Nahrung.

Warum ist den die deutsche Milch hier so teuer?

Wie allen deutschen Produkten, hat auch das Milchpulver (besonders HIPP) einen guten Ruf. Sprich, die Chinesen sind von der Qualität überzeugt. Da es auch nur in Deutschland hergestellt wird, muss es hier her geliefert werden.

Warum kauft niemand mehr chinesisches Milchpulver?

2008 gab es einen schrecklichen Lebensmittelskandal.

Es wurden in das Milchpulver stickstoffhaltige Kunstharzgrundstoffe (Melamin) untergemischt. Das Ganze nur, um in der verdünnten Milch einen erhöhten Proteinanteil vorzutäuschen. Es weiß niemand wie lange vorher schon Milch mit diesem Kunststoffvorprodukt gestreckt wurde. Melamin ist nicht sonderlich giftig. 2008 wurde es dann auch in Säuglingsnahrung verwendet und führt zu Nierensteinen und massivem Nierenversagen. Es sind 300.000 Babys erkrankt und sechs Säuglinge gestorben. Wir waren zu dieser Zeit in China, so haben wir diese Sache auch mit erlebt. Ich arbeitet damals als Krankenschwester für den Deutschen Arzt im Deutsche Dorf. Es musste schnell gehandelt werden, niemand konnte mehr Milchpulver in China kaufen. Ich erstellte damals Listen in denen die Mütter mit kleinen Kindern ihren Bedarf aufschrieben und an Hand dieser Listen wurde dann umgehend Milchpulver aus Deutschland eingeflogen.

Wer es sich in China leisten kann, gibt seinem Kind deutsches Milchpulver. Es wird natürlich alles versucht, günstiger an die Produkte zu kommen. Alle die Bekannte in Deutschland haben, lassen sich Milchpulver aus Deutschland schicken. In deutschen Drogerien und z.B. bei Kaufland ist vorallem bei Hipp Produkten die Kaufmenge auf 2-3 Artikel pro Person begrenzt. Da es sonst dazu führen würde, dass der deutsche Verbraucher keine Chance hat diese Artikel zu kaufen.

Zum Glück sind wir nicht von diesen Produkten abhängig. Wir sind guter Dinge, dass es strengere Kontrollen in allen Lebensmittelbetrieben gibt.

Unsere übrigen Milchpulverdosen gaben wir einer deutschen Mutter, die freute sich sehr, wieder 1kg weniger Fluggepäck beim nächsten Deutschlandaufenthalt.

 

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Das chinesische Wandlitz


Aus lauter Spaß und einigen Gleichnissen sagen wir, dass unser deutsches Dorf eine Ähnlichkeit mit dem Wohnsitz der Politiker der Deutschen Demokratischen Republik haben.

Unser Dorf ist von hohen Mauern und hohem Stacheldrahtzaun umgeben.

Um in unser Dorf zu kommen, muss man ein Tor mit Wachmann und anschließend noch eine Schranke mit Wachmann passieren. An allen Ecken gibt es ein Wachhäuschen mit Rundumleuchte und in der Nacht auch Wachpersonal, welches Streife läuft. Am Hauptgebäude des großen Hotelgebietes gibt es noch ein zweites großes Tor, wo zwei Soldaten Wache stehen, die in regelmäßigen Abständen durch Wachablösung einer ganzen Soldatenbrigade abgelöst werden.

Der einzige Unterschied, wir unterliegen nicht der Staatssicherheit und sind auch nicht sonderlich wichtige Persönlichkeiten.

Doch ab und an kommen in das Hauptgebäude auch wichtige Persönlichkeiten der chinesischen Regierung, dann wird erst richtig aufgefahren, mit Sicherheitsmaßnahmen.

Es war in diesen Tage, das erste Mal, dass wir das mit erleben durften.

Aus Sicherheitsgründen ist es untersagt, in unserem Dorf zu grillen, weil es ja zu einem Feuer kommen könnte.

Im angrenzenden Stadtgebiet, wurden Wachposten in Zivil in 50m Abstand aufgestellt.

Es durfte kein Taxi mehr in das Hotelgelände einfahren und auch die Ayis die das Wachpersonal nicht kannte, durften nicht hinein zu uns. Manche deutsche Frauen haben ihre Ayis am Haupttor abgeholt, damit das Wachpersonal weiß, dass von ihr keine Gefahr aus geht. Es durfte auch niemand im angrenzenden Park spazieren gehen oder seinen Hund ausführen. An der Hauptstraße wimmelte es nur so von Polizeifahrzeugen und auch alle Kreuzungen waren streng bewacht.

Es gibt viele die sich sehr darüber aufgeregt haben. Ich hingegen fand es sehr interessant, was alles für wichtige Persönlichkeiten getan wird und nicht zu letzt wurde durch diese Maßnahmen auch unsere Sicherheit erhöht.

Nach einigen Tagen, war der Spuk vorbei und alles war beim Alten.

 

 

Was nichts mit der Sicherheit zu tun hat, sondern mit dem Fortschritt Chinas. Ist das großzügige Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern und anderen Gewächsen. Ich finde es erstaunlich, wie schon in den letzen 6 Jahren Changchun noch grüner geworden ist.

Changchun heißt ewiger Frühling. Langsam hat man auch das Gefühl das diese Stadt immer grüner wird.

Es werden gleichzeitig auch viele Straßen und Hochstraßen neu gebaut, wenn der Bau abgeschlossen ist, wird großzügig angepflanzt. Wie das nachfolgende Bild zeigt wird auch mit allen Mitteln versucht die zum Teil schon sehr großen Bäume zum Einwachsen zu bekehren.  Gleichzeitig soll es Krankheiten  und Insektenplagen verhindern.

Solange diese Infusionsbeutel nicht in falsche Hände geraten, finde ich es eine gute Idee, den Bäumen mit etwas Dünger den Start leichter zu machen. Ich denke hier in China wird es noch eine Weile dauern, bis das Bewusstsein für biologische Vorgehnsweisen stärker wird.

 

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Der ganz normale Wahnsinn


Seit gestern hat unser kleiner Engel Fieber und dazu auch noch Übelkeit. Nicht das mich das sonderlich vom Hocker wirft, aber so in der Ferne, ist man doch ein bisschen unsicher. Habe ich alles in der Reiseapotheke, was für diese Erkrankung benötigt wird? Immer im Kopf, dass der Kinderarzt, der das deutsche Dorf betreut nur aller zwei Monate kommt und gerade wieder weg ist.  Der Arzt reist extra aus Beijing an, um anfallende U-Untersuchungen zu machen oder Impfungen.

Deutsche Medikamente gibt es auch nicht mehr hier in der Praxis. Bei chinesischen Medikamenten wäre ich etwas skeptisch, wenn ich diese meinen Kindern verabreichen soll. Bis ein deutsches Medikamente den Weg hier her geschafft hat, kann es dauern.

Man hat nur die Möglichkeit, wenn gerade jemand von der deutschen Gemeinschaft in Deutschland ist und auch in kurzer Zeit wieder zurück nach Changchun kommen. Dieser Jemand muss dann so nett sein und das Medikament kaufen und mit hier her bringen.

Gut ich versuche Ruhe und Zuversicht aus zu strahlen, die Kinder merken ja alles.

Die Nacht war sehr anstrengend, da sich das Fieber kaum senken lies und unser Engel mehrmals munter war.

Am morgen immer noch keine Besserung, das Fieber immer noch bei 39,8°C, nach dem Fiebermittel machten wir einen kleinen Spaziergang. Wir kommen aber nicht weit, da sie selbst bei 28°C Außentemperatur friert, also auf dem schnellsten Weg wieder rein. Später hat sie auch noch gebrochen und will auch nichts Essen und nur wenig Trinken.

Da sie sehr tapfer ist und ein sehr guter Patient, kommen wir gut zu recht.

Trotzdem bekomme ich gerade heute meinen ersten Koller.

Es lag sicher an der Nacht, die ich nur wenig geschlafen habe, aber manchmal kommt alles auf einmal.

Meine zwei Großen sind nur auf Achse, wie sie gerade lustig sind. Ich versuche trotzdem ein wenig Struktur in unserem Tagesablauf bei zu behalten, da es die Kleinen einfach brauchen. Wenn ich ständig auf die Damen warten muss, bis sie irgendwann so gnädig sind, sich mal zu Hause sehen zu lassen, ist das echt nervig.

Dazu kommt, dass ich doch das Gefühl "des goldenen Käfigs" habe, da ich mich sehr eingesperrt fühle.

Es sind immer noch alle Kinder zu Hause, deshalb kann ich auch nicht lange das Hotelzimmer allein verlassen, da immer einer etwas brauch. Dazu kommt, dass es bis auf einen kleinen chinesischen Markt keine Einkaufsmöglichkeiten um die Ecke gibt. Ich muss immer mindestens 2h Zeit einplanen, um eine Besorgung zu machen. Ich muss für die Fahrtzeit mindestens 30min einplanen, der Verkehr ist caotisch und die Straßen am Vormittag sehr verstopft. Die Geschäfte sind riesige Hallen oder Kaufhäuser, wo man ewig unterwegs ist. Ich weiß noch nicht, wo ich alles finden kann, brauch deshalb für die Suche auch unheimlich viel Zeit.

Mittags versuche ich, dass die Kleinen einen Mittagschlaf machen. Da das Hotelzimmer sehr hellhörig ist, muss ich mich sehr leise bewegen.

Das Warten auf den Container kommt noch dazu, es sind nicht viele Sachen da, um auf andere Gedanken zu kommen.

Aber da Trübsaal blasen keine Lösung ist,  mache ich das Beste drauß und genieße die Zeit mit meinen Kindern.  An so einem Tag bin ich sehr froh, wenn Uwe dann spät nach Hause kommt und mich etwas unterstützen kann.

 

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Stadt und Verkehrsmittel erkunden


Es ist Sonntag und kein Grund, warum man heute nicht einkaufen gehen könnte. Auch heute sind alle Läden auf, was für uns sehr angenehm ist, da Uwe die Woche über bis spät abends arbeiten ist. So können wir in aller Ruhe das ganze Wochenende einkaufen gehen. Für 4 Kinder ist ja immer was zu besorgen.

Geweckt wurden wir vom Prinzen schon 5.45 Uhr.

Da wir unsere großen Kinder auch gern mal ausschlafen lassen, ist es dann doch erst gegen 9.00Uhr, dass wir frühstücken.

Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Weg gemacht und uns zu 6. in ein Taxi reingequetscht. Der Taxifahrer war nicht begeistert, hat dann aber doch zu gestimmt und als die Polizei vorbei fuhr, bat er unseren Engel sich doch bitte auf den Boden zu setzen. Das gibt es auch nur in China. Jetzt fragt ihr euch sicher, wie der kleine Prinz transportiert wurde?

Natürlich in der Babytrage (Manduka). Die Babyschale hätte nun wirklich nicht mit in den klapprigen Jetta reingepasst.

Kinderwagen ging auch nicht zu transportieren, so haben wir uns mit dem kleinsten Babytransportmittel auf den Weg gemacht.

Heute geht es ins Decathlon, eins der schönsten Bekleidungs- und Sportgeschäfte in der Stadt. Davon gibt es auch gleich noch zwei. Wir sind ins WandaPlaza gefahren, da es dort noch viele viele andere Geschäfte gibt.

Die Großen sollten außer der Reihe zwei Wave Boards bekommen. Das ist nicht unsere Art, Geschenke gibt es eigentlich nur zu bestimmten Anlässen. Aber besondere Gegebenheiten fordern besondere Maßnahmen. Schließlich müssen wir noch eine ganze Weile auf unseren Container und gleichzeitig auch auf die Fahrräder und andere Fahrzeuge warten.

 

 

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Ayi - ein chinesischer Engel


Heute war zum ersten Mal unsere Ayi da.

Ayi heißt übersetzt Tante und ist so zu sagen ein Mädchen für alles.

In chinesischen Familien ist es gelegentlich so, dass die Ayi mit im Haus wohnt. Sonst kommen sie für einige Stunden und helfen im Haushalt und bei der Kinderbetreuung. 2008 mit zwei Kindern fand ich das völlig vermessen, da ich ja zu Hause war, die Kinder im Kindergarten und ich meinen Haushalt alleine machen konnte.

Aus heutiger Sicht, würde ich sagen, ganz schön dumm.

Das Leben ist so kurz und wenn man die Chance hat, dass jemand bei der alltäglichen immer wieder kehrenden Arbeit hilft, ist das eine tolle Sache.  Wenn ich etwas für mich machen kann oder einfach garnichts machen kann, sollte ich diese Chance einfach nutzen.

Dieses Mal stand von Anfang an fest, dass ich eine Ayi haben werde. Es gibt viel zu tun in unserem 6köpfigen Haushalt (der Chinese würde sagen 6Münder bei uns zu Hause = liuge koren).

Es fällt natürlich auch viele Wäsche an. In erster Linie brauchte ich sie für den Prinzen. Er sollte am Vormittag versorgt sein, während ich Besorgungen mache und die Stadt erkunde und nicht zu letzt, für die ganzen Münder koche.

Die Ayi's im deutschen Dorf werden von den Familie, die wieder abreisen, weiter vermittelt. So war es auch bei uns.  Ich nahm noch in Deutschland mit einer bald abreisenden Familie Kontakt auf. Ich übernahm unsere Ayi von einer ebenfalls 6köpfigen Familie, so dass sie wusste was es in so einer großen Familie zu tun gab.

Sie ist eine riesen große Hilfe für mich.

Sie hat sich auch vom erst Tag an sehr gut mit dem Prinzen verstanden. Die Großen hatten ein bisschen Scheu, da die chinesische Sprache anfangs eine Barierre darstellte.

Unsere gute Ayi wusste gleich was zu tun ist und fügte sich fast unsichtbar in unseren Tagesablauf ein.

Am Anfang waren ja alle Kinder zu Hause, so dass ich nichts allein machen konnte. Als dann unsere Ayi das erste Mal die Beteuung der Kinder übernahm und mit ihnen auf den Spielplatz ging, konnte ich Besorgungen machen und war natürlich viel schneller, als wenn ich alle mitnehmen musste.

 

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Auf  der  Suche nach westlichem Essen in Changchun


Wir sind mit dem Bewusstsein hier her gekommen, dass wir auf einige Lebensmittel grundlegend verzichten müssen.

Es war auch kein Grund mit unserem Vorhaben, nach China zu gehen, zu hadern. Wir hatten es schon mal geschafft und nach dieser langen Zeit hat sich auch Vieles verbessert.

Es ist aber nun mal so, der Deutsche braucht ab und an sein Brot und dazu nun auch die Butter. Dieses Beides hat der Chinese  garnicht auf seinem Speiseplan. Also heißt es erfinderisch werden und selber machen.

Auch den Kindern wollten wir die Umgewöhnung so angenehm wie möglich machen und ab und an mal ein geliebtes Gericht zaubern. Auch Schokolade ist des Deutschen Laster und auch dieses würden wir gern unseren Kindern wenigstens in der Weihnachtszeit gönnen. Was ist die Weihnachtszeit ohne Schokolade und Zuckerbäckerei. Meine Kinder lieben es unendlich viele Kekse zu kneten, auszustechen, zu backen, zu verzieren, zu essen und zu verschenken. Dafür braucht man schon einige Köstlichkeiten, die es aber zum Glück für wesentlich mehr Geld wie in Deutschland aber desto trotz, hier gibt.

Gücklicher Weise gibt es seit kurzer Zeit hier die Metro (Großhandel), in der wir Dank des Unternehmens meines Mannes einkaufen dürfen.

Heute wollen wir mit einem neuen deutschen Freund in die Metro fahren.

Ich finde es ganz toll, dass es die jetzt hier gibt.

Leider haben weder wir noch unser Freund ein Auto, noch einen chinesischen Führerschein.

Also machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg. Leider hatten wir großes Pech, denn der Taxifahrer wußte nicht wo sich die Metro befindet. Wir waren guter Dinge, schließlich sind wir schon China geprüft und lassen uns nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Wir wussten grob die Richtung und navigierten den chinesischen Taxifahrer mit unserem deutschen Navigationssystem durch die Stadt. Wir waren ewig unterwegs, und der Taxifahrer wollte uns auch nicht recht glauben, so dass wir noch einige Extrarunden fuhren. Nach dem er dann noch 3 mal ausgestiegen ist und nach dem Weg gefragt hat, haben wir es tatsächlich noch gefunden. Wir waren schon etwas angenervt, da wir unsere zwei Kleinsten mit hatten und es auch schon Abends war, da es ein normaler Arbeitstag war und wir dachten dass wir noch mal kurz nach der Arbeit hin fahren könnten. Es stellte sich als ein Nachtausflug herraus.

Wir brauchten ungefähr ein Stunde für die Hinfahrt, was sich später als doppelt so lang herraus stellte, als man eigentlich dafür benötigt.

Es war trotzdem eine große Freude es bis dort hin geschafft zu haben.

Ich wollte gern wissen, was ich hier so alles bekommen kann. Da ich von 2008 wußte, dass es viele westliche Lebensmittel einfach nicht zu kaufen gibt, weil kein Chinese sie braucht.

Folgende Dinge habe ich hier mit großer Freude gefunden:

-Spaghettis

-Puderzucker / Kovertüre

-Schokolade / Gummitiere

-Brot

-Butter / Käse

-Tomatensoße / geschälte Tomaten

Was es auch hier nicht gibt ist Quark, da müssen wir uns wohl selbst helfen ( dazu später mehr).

Besonders angenehm finde ich in der Metro, dass es sehr ordentlich und sauber ist und auch gut sortiert.

Die kleinen chinesischen Märkte sind immer sehr chaotisch und leider auch sehr schmutzig.

Aber auch hier hat sich schon viel getan und man findet ab und an sehr angenehme Einkaufsmöglichkeiten.

Sonst kaufen wir unsere Lebensmittel und die Dinge des täglichen Bedarfs im WalMart, dort ist es auch schon sehr sauber aber die Worte übersichtlich und gut sortiert treffen für dieses Geschäft nicht zu. Zum Beispiel gibt es Milch an 4 verschiedenen Stellen. Ich bevorzuge die TetraPacks zu einem Liter. Es gibt auch chinesische Abpackungen in der Plastikfolietüte zu 225ml. Diese kann man aber geöffnet überhaupt nicht lagern, sie fallen einfach um.

 

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War es die richtige Entscheidung?

Schnell eingelebt und ab auf Arbeit. Ja, einer muss ja. Heute ist Uwe's erster Arbeitstag.

Obwohl ich fast gern mit ihm getausch hätte. Ich mit Vier Kindern allein zu Haus, als fahrbahrer Untersatz ein Kinderwagen und keinen den man so kennt.

Die Verteilung stand aber schon fest, so dass Uwe sich auf machte und am ersten Tag sogar abgeholt werden sollte. Als er aber 7.00Uhr zur Arbeit fahren wollte, war kein Fahrer da. Er wurde von einem anderen Kollegen mitgenommen. Genau 50min nach dem Uwe los gefahren war, rief die Rezeption an und  sagte dass der Fahrer wartet.

Oha, alles wird gut.

Nach dem wir unsere morgentliche Prozedur hinter uns gebracht hatten, machten wir uns auf an den Pool. Vielleicht war es doch besser für mich mit den Kindern zu Hause zu bleiben.

Von Entspannung kann man nicht sprechen, aber Erfrischung fanden wir auf jeden Fall im kühlen Nass.

Wir waren schon 9.00Uhr da und fast die einzigen, da sehr viele für immer oder in den Ferien nach Deutschland gereist sind. Nur wir fanden, dass es fast keinen schöneren Ort im Sommer gab. Changchun hat ein wunderbares Klima. Es ist ähnlich wie Deutschland, nur ist im Sommer die Durchschnittstemperatur 26°C und wenn es regnet, dann ist es ein wunderbarer Sommerregen, ohne dass es sich sonderlich abkühlt. Was aber das beste hier ist, es gibt einfach kein Schmuddelwetter, nicht wochenlang grau und nass. Nein! Grau, gut im Oktober und November haben wir es hier auch etwas schwer mit der Luftverschmutzung aber es ist eher trocken.

Zum Winter gibt es nur eins zu sagen, KALT! und zwar richtig. Über die niedrigste Temperatur werde ich zu gegebenen Zeitpunkt berichten.

An diesem Tag sollten wir wieder einmal mehr auf die Probe gestellt werden, was wir so aushalten.

Nach dem Mittagschlaf machte ich mich mit den zwei Kleinsten wieder einmal auf den Weg um ein paar frische Lebensmittel zu besorgen.


 

 

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Das Leben in der neuen Gemeinschaft

Das deutsche Dorf ist nun unsere zweite Heimat. Wir sind sehr froh hier wohnen zu dürfen. Es gibt viele Anmeldungen und eine lange Warteliste, doch wir hatten Glück. Für Familien mit Kindern ist es hier sehr schön. Das Dorf ist von einer hohen Mauer umgeben und der Eingang wird bewacht. So dass man sich keine Sorgen machen brauch, wenn die Kinder allein unterwegs sind. Im Dorf gibt es 99 Haushälften, zwei Hotelgebäude mit Wohnungen und insgesamt ca. 120 Kinder.

Die Kinder werden sofort von den schon hier lebenden Kindern aufgenommen, da alle schon in dieser Lage waren, hier die Neuen zu sein.

Es gibt einen Spielplatz, einen Pool, einen Krabbel-, einen Sport- und einen Jugendraum.

Den Sportplatz darf ich nicht vergessen.

Die Kinder werden morgens entweder vom Kindergartenbus oder vom Schulbus abgeholt. Hier ist Früh  richtig was los! Es gibt je einen Bus für den deutschen Kindergarten, den amerikanischen Kindergarten, die deutsche Schule Sekundarstufe, die deutsche Schule Grundschule und die amerikanische Schule.

Die meisten Familien sind für ca. drei Jahre hier.

So dass immer ein Kommen und Gehen ist, die Zeit in Changchun geht so schnell vorbei und schon ist man wieder auf dem Weg nach Deutschland.

Eine super tolle Erfindung ist und bleibt Whatsapp, auch hier unverzichtbar.

Es gibt für alles und jeden eine Gruppe.

Die schönsten Gruppen für uns Neuen ist die Gruppe " Rat und Tat" und " Suche und Biete".

Wir haben schließlich tausend Fragen und dort können wir sie los werden.

Was sicher eine der größten Herrausforderungen am Anfang ist, besonders mit Kindern, dass man nur die Dinge hat, die in den Koffer gepasst haben und man meist 10 - 12 Wochen auf den Container wartet. Da fehlt es schon an einigen Dingen.

Neue Stadt, neues Land. Es ist nicht so einfach, all die benötigten Dinge zu besorgen. Deshalb ist es eine tolle Sache, wenn die Leute die abreisen, die Dinge verkaufen oder verschenken, die sie in Deutschland doppelt hätten oder gar nicht brauchen.


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Erster Grillabend

Drei Tage in China und immer noch guter Dinge und frohen Mutes.

Beim Spaziergang durchs Dorf lernten wir einen netten Herren kennen, der uns spontan zum Grillen am Abend einlud.

Wir haben uns sehr gefreut. Wenn man neu ist, ist es ganz wichtig, sich mit Leuten auszutauschen. Schließlich ist es schon 2 Jahre her, dass wir das letzte Mal in China waren. Während dieser Zeit hat sich viel geändert.

Wir wollten  am Abend nicht mit leeren Händen kommen, Vorräte hatten wir auch noch keine. Also machten wir uns mit allen Kindern auf den Weg zum nahe gelegenen Markt, um dort ein paar wichtige Lebensmittel für den täglichen Bedarf, für den Brei für den Prinzen und für unseren Grillabend zu besorgen. Auch einige Drogerieartikel mussten besorgt werden. Dann sehen wir mal was in den Kinderwagen passt und wieviel wir buckeln können.

Es waren so viele Eindrücke, dass wir uns kaum auf das konzentrieren konnen, was wir eigentlich brauchten. Unmengen Bauern standen rechts und links des Staßenrandes und verkauften Obst und Gemüse. Sie sind mit alten Transportern oder anderen klapprigen Fahrzeugen gekommen. Es sind immer riesige Mengen die angefahren werden, ganze Ladeflächen voll Äpfel oder Trauben. Im Herbst kommen dann sogar Lkw ´s voller Poree oder Chinakohl. Meist wird direkt von der Ladefläche runter verkauft.

Die Bauern oder ihre Familienmitglieder stehen von Früh bis Abends und bei Wind und Wetter da. Meist haben sie nur eine Plane über ihren Verkaufsstand gepannt.

Ob die Straße gesperrt ist? Nein, es kamen auch noch Autos durch, obwohl es eigentlich unmöglich ist und es auch vorkam, dass die Verkäufer ihre Waren erst zur Seite räumen mussten. Als Fußgänger ist man immer in Gefahr, jederzeit konnte ein Moped oder andere Vehicelchen angefahren kommen und kurz hinter einem auch noch laut zu hupen. Selbst mit Kinderwagen, wird man nicht mehr beachtet und auch an diesem wird sich noch vorbei geschlängelt.

Es macht viel Freude dort dirket vom Bauern zu kaufen. Es sind immer tau frische Waren, man bekommt alles günstiger als im kleinen Markt (in einem überdachten Gebäude drinn)  und man hat das Gefühl auch noch was Gutes zu tun, in dem man direkt vom Erzeuger kauft.

Mit unseren vielen Kindern waren wir natürlich gleich eine Sensation und viele sprachen uns an und konnten es auch nicht lassen die Kleinen anzufassen. Zum Glück sind unsere Kinder und auch wir selbst, sehr entspannt und sehen es gelassen und versuchen die Schaulustigen freundlich in ihre Schranken zu weisen und trotzdem so gut es geht auf ihre Fragen zu antworten. Wir finden den Kontakt mit den Einheimischen sehr wichtig, erstens ist es ein super Sprachtraining und zweitens lernt man so viel schneller Land und Leute kennen.

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Hotelkatastrophen

Nun sind wir in unserem Hotel angekommen. Leider ist das Haus wo wir später wohnen werden noch bewohnt, so dass wir für mehrere Wochen im Hotel wohnen werden. Da wir soviele sind, haben wir zwei Hotelzimmer, die aber nicht mit einander verbunden sind. Wir benötigen immer unsere zwei Hotelschlüsselkarten, um von einem ins andere Zimmer zu kommen. In dem einen Zimmer wohnen unsere zwei Großen. Da dort ein großes Bad ist, haben wir dieses zum Familienbad erklärt. In dem anderen Apartment wohnen die Eltern und die Kleinen. Dort nutzen wir auch die Küche.

Als wir ankamen stellten wir erst einmal fest, dass es gar kein Bett für den Prinzen gab. 

Konnte ja keiner wissen, dass er auch mit kommt.

Als ich die Küche inspizierte, merkte ich dass dort auch nicht damit gerechnet wurde, dass wir zu sechst anreisen werden. Es gab nur 4 mal Besteck und Geschirr, 3 Töpfe und eine Pfanne, na dann fröhliches Kochen für 6 Personen, wo ich ja auch für den Prinzen noch extra Brei kochen musste.

Da wir keine gorßen Erwartungen hatten, hat es uns auch nicht sonderlich gestört. Nach einem Bisschen diskutieren und freundlichem Bitten, gab es dann doch noch einiges an Geschirr und auch das Bett wurde besorgt.

Was ich gleich zu Anfang sagen muss, es ist blauer Himmel. Jeder schlechten Pressemitteilung zum Trotz ist super schönes Wetter, blauer Himmel und gute Luft.

 


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Abflug

 

Mit unheimlich viel Gepäck sind wir los, erstmal mit unserem Mietwagen zum Flughafen, das Gepäck wurde von Onkel T.  hinterher  gebracht. Wir haben noch mal beim Bäcker angehalten, schnell noch ein lecker deutsches Brötchen auf die Hand. Am Flughafen versuchten wir 5 große Koffer, 10 Handgepäckstücke, eine Reisetasche und eine Babyschale zum Schalter zu transportieren. Der Prinz kam vorerst noch in den Kinderwagen.

Plötzlich kam von unserer großen Tochter die gesamte Schulklasse zum Verabschieden vorbei. Das war eine Überraschung! Wir hatten aber nicht viel Zeit und mussten unsere Gepäckkarawane in Bewegung setzen.

Am Schalter wurde uns mitgeteilt, dass der eine Handgepäckkoffer zu groß von den Abmessungen ist und es auch keinen Weg an diesen Bestimmungen vorbei gab. Entweder einchecken oder ausladen. Gerade in diesem Koffer war unser PC, denn nur dort passte er rein.

Jetzt die Frage, wer nimmt einen PC mit auf Reisen, wenn man die Möglichkeit hat, alle großen Sachen in einen Container zu stecken? Wir!!!


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Mit 4 kindern 2 Jahre nach China





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