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Spielzeug von früher. Tipps und Fragen für die Biografiearbeit

Wir widmen uns heute einem Thema, das ganz viele Erinnerungen wecken kann – dem Spielzeug. Für einen eindrucksvollen Einstieg in die Spielzeugwelt von früher, lohnt es sich, ein wenig Material zum Anschauen und Anfassen mit in die Runde zu bringen. Vielleicht haben Sie ja selbst sogar noch Spielsachen von früher oder im Bekanntenkreis? Alternativ bringen entsprechendes, passendes Spielzeug von heute mit und drucken Bilder von „alten“ Spielsachen zum Anschauen aus.
In diesem Beitrag finden Sie zahlreiche biografische Fragen mit denen Sie mit den Senioren ins Gespräch kommen können. Zusätzlich schließt sich am Ende eine kleine Gedächtnisübung an, mit der Sie sich gemeinsam an die verschiedensten Spielsachen von früher erinnern können…

Spielzeug von früher. Tipps und Fragen für die Biografiearbeit

Erinnern Sie sich noch an das Spielzeug aus Ihrer Kindheit? An welches Spielzeug denken Sie dabei zuerst?

Gab es einen Laden, in dem Sie sich mit Ihren Eltern und/oder Freunden Spielsachen angeschaut haben?

Zu welchen Anlässen haben Sie früher Spielzeug geschenkt bekommen?

Erinnern Sie sich an ein Lieblingsspielzeug Ihrer Kindheit?

Mit wem haben Sie als Kind gerne gespielt?

Gab es Spielkameraden, die Spielzeug hatten, mit dem Sie lieber gespielt haben als mit den eigenen Sachen?

Erinnern Sie sich an ein Spielzeug, dass Sie sich sehr gewünscht, aber leider nicht geschenkt bekommen haben?

In welche Rollen sind Sie als Kind gerne geschlüpft? Haben Sie auch Berufe nachgespielt (z.B. Koch, Kassierer, Polizist, Feuerwehrmann, Arzt, Krankenschwester, usw. …), die Sie mal werden wollten?

Welche Spielsachen haben Sie selber gemacht, zum Beispiel gebastelt oder geschnitzt?

Waren Ihre Eltern oder Großeltern handwerklich begabt oder konnten gut Handarbeiten? Können Sie sich an Dinge erinnern, die Sie selbst gemacht geschenkt bekommen haben oder sogar bei deren Herstellung mithelfen durften?

Wenn Sie gedanklich heute in einen Spielzeugladen von früher gehen – Welche Spielsachen sehen Sie in den Regalen stehen?

An welche Bücher aus Ihrer Kindheit erinnern Sie sich? Gab es ein Lieblingsbuch, das Sie wieder und wieder gelesen haben?

Wenn Sie heute für einen Tag Kind sein dürften, wo und mit welchen Spielsachen würden Sie gerne noch einmal spielen?

Welche Gesellschaftsspiele haben Sie in der Jugend und im Erwachsenenalter gespielt?

Haben Sie gerne Karten gespielt? Welche Kartenspiele spielen Sie besonders gerne?

Wenn Sie eigene Kinder haben – Wonach haben Sie Spielzeug-Geschenke für Ihre Kinder ausgesucht?

Haben Sie etwas von Ihrem eigenen Spielzeug an Ihre Kinder weitergegeben? Wenn ja, was waren das für Sachen?

Welche Unterschiede haben Sie im Laufe der Zeit zwischen Ihren Spielsachen von früher und denen Ihrer Kinder festgestellt?

Für welche Spiele oder welches Spielzeug sind Sie auch heute noch zu haben?

Gibt es noch ein Spielzeug, das Sie aus Ihrer Kindheit aufgehoben haben?

ABC-Übung

Mit dieser kleinen Gedächtnisübung können Sie eine Reise in die Welt der Spielzeuge und Spiele von früher machen. Welche Spielsachen mit den verschiedenen Anfangsbuchstaben fallen den Senioren ein?

A nziehpuppen
B auklötze/ -steine, Ball
C anasta
D omino
E isenbahn
F euerwehrauto, Fibel
G lanzbilder
H olzfiguren
I …
J …
K üche, Kasperle, Kaufladen, Käthe Kruse, Kreisel
L otto, Lustiges Leiterspiel
M icky und Mecki, Murmeln (Knicker), Monchhichi
N achziehente
O …
P uppe, Puppenwagen, Puppenstube, (Kinder-)Post
Q uartett
R ennwagen, Ruschauto
S tofftier Stapelbecher, Spieluhr, Steiff
T eddybär
U …
V …
W ürfel



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Auf einem Baum ein Kuckuck. Abwechslungsreiche Aktivierungsideen zu dem bekannten Volks- und Kinderlied

„Auf einem Baum ein Kuckuck“ ist ein in der älteren wie auch den jüngeren Generationen beliebtes und bekanntes Volks- und Kinderlied, das ihm Rahmen der Altenpflege gerne gesungen wird. Wir stellen Ihnen heute ein paar Ideen vor, mit denen einfache zu dem Lied passende Aktivierungen gestaltet werden können.
Etwas weiter unten im Beitrag finden Sie außerdem den Liedtext als Großdruck-Liedblatt zum Ausdrucken und die Melodie im mp3 Format zum kostenlosen Abspielen.
Beginnen Sie mit dem gemeinsamen Singen des Liedes.

Auf einem Baum ein Kuckuck. Abwechslungsreiche Aktivierungsideen zu dem bekannten Volks- und Kinderlied

Auf einem Baum ein Kuckuck
Simsalabim, bamba, saladu, saladim
Auf einem Baum ein Kuckuck saß

Da kam ein junger Jägers
Simsalabim, bamba, saladu, saladim
Da kam ein junger Jägersmann

Der schoss den armen Kuckuck
Simsalabim, bamba, saladu, saladim
Der schoß den armen Kuckuck tot

Und als ein Jahr vergangen
Simsalabim, bamba, saladu, saladim
Da war der Kuckuck wieder da

Da freuten sich die Leute
Simsalabim, bamba, saladu, saladim
Da freuten sich die Leute sehr

Was reimt sich auf…?

Als kleine Gedächtnisübung haben wir aus jeder Strophe ein Wort ausgewählt, zu dem passende Reimwörter gefunden werden sollen. Hier ein paar Beispiele, sicher fallen Ihnen und den Senioren aber noch einige mehr ein…

Baum
kaum, Flaum, Raum, Traum, Schaum, Saum

Jäger
Träger, Kläger…
und/oder
Mann
dann, wann, Bann, kann, ran, an…

Tot
Brot, Not, Schrot, Rot, Lot, droht, Boot, Schot…

Jahr
wahr, war, klar, rar, Zar, bar, Haar, Star, Saar, Schar…

Leute
heute, Meute, Beute, freute, scheute, Bräute, Häute…

Bewegungen

Verteilen Sie vor dem Singen des Liedes bunte Tücher an die Gruppenteilnehmer. Dann singen Sie gemeinsam. In der Zeile „Simsalabim, bamba, saladu, saladim“ schwenken alle ihre Tücher durch die Luft.

Kuckuck-Rätsel

Der Kuckuck ist ungefähr so groß wie…
a) eine Turteltaube (Lösung)
b) ein Habicht
c) ein Spatz

Wie lange beträgt die Brutzeit eines Kuckuck-Weibchens? (bei fitten Gruppen die Antwortmöglichkeiten erst einmal nicht angeben, vielleicht kommen die Senioren selbst auf die Lösung)
a) ca. 14 Tage
b) ca. vier Wochen
c) Kuckuck-Weibchen brüten ihre Eier nicht selbst aus, sie legen sie in fremde Nester und lassen sie von sog. Wirtseltern ausbrüten (Lösung)

Welches Tier gibt es wirklich?
a) die Kuckucksrobbe
b) die Kuckucksente (Lösung)
c) den Kuckuckswurm

Zählen Sie Redensarten auf, in denen der Kuckuck vorkommt…
Beispiele

  1. Weiß der Kuckuck
  2. Zum Kuckuck nochmal
  3. Hol’s der Kuckuck
  4. Der Kuckuck ist los

Wovon ernährt sich der Kuckuck bevorzugt?
a) von Raupen, Käfern und Spinnen (Lösung)
b) Samen und Getreidekörnern
c) kleinen Wassertieren wie zum Beispiel Kaulquappen oder kleinen Fischen



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Sinnesspiele für Senioren. Blumenduft liegt in der Luft

Dies ist eins unserer Wahrnehmungsspiele , die ganz besonders den Geruchssinn ansprechen. Das Sinnesspiel lässt sich durch die Blumen sehr gut an alle Jahreszeiten anpassen und eignet sich zudem sehr gut für die Biografiearbeit.

Blumenduft liegt in der Luft

Materialien
Verschiedene Blumen, die duften
Eine Blumenvase

Vorbereitungen und Spielaufbau
Gestalten Sie einen hübschen Blumenstrauß mit unterschiedlichen Blumen, die duften. Das können sowohl Wildblumen als auch Schnittblumen sein. Stellen Sie den Strauß in eine Vase und dekorieren Sie damit einen Tisch, evtl. nehmen Sie noch eine Decke dazu und dekorieren das Ganze der Jahreszeit entsprechend. Stellen Sie für die teilnehmenden Senioren ausreichend Stühle bereit.

So wird gespielt
Geben Sie den Senioren zu Beginn ein wenig Zeit, sich den Strauß genau anzusehen. Dann bitten Sie sie jeweils einen Mitspieler, seine Augen zu schließen und geben ihm eine beliebige Blume in die Hand und lassen ihn daran riechen.
Die Senioren können nun darüber spekulieren, wie die Blüten aussehen, welche Farbe sie haben, welche Form die Blätter haben, welche Blumenart es sein könnte… und überlegen, zu welchem Anlass man sie verschenken könnte, ob man sie selbst gerne geschenkt bekommen würde, und, und, und…
Bei diesem Spiel geht es nicht darum, die richtige Blume zu erraten. Das wäre spätestens bei der Farbe auch recht schwierig 😉. Es geht vielmehr darum, ein wenig seine Fantasie spielen zu lassen und die eigene Kreativität aufleben zu lassen. Zugleich wecken bestimmte Blumendüfte auch immer Erinnerungen an ganz besondere Augenblicke im Leben. Das können zum Beispiel die Blumen am Hochzeitsstrauß sein, die bei der ersten Verabredung mit dem späteren Ehemann/der späteren Ehefrau, eine besondere Blumensorte, die zum jährlichen Hochzeitstag verschenkt wurde, usw. … Geben Sie den Senioren Raum, ihre kleine Geschichte zu erzählen.

Varianten
Verteilen Sie an jeden Mitspieler zwei unterschiedliche Blumen aus dem Strauß. Bitten Sie sie, eine bestimmte Blume an ihrem Duft zu erkennen.
Stellen Sie zwei Sträuße auf den Tisch, wählen sie für einen verschiedenen Schnittblumen, für den anderen der Jahreszeit entsprechende Wildblumen. Können die Senioren den Wildblumenstrauß mit geschlossenen Augen, nur durch bloßes Riechen erkennen?



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Wer recht in Freuden wandern will. Das Volkslied als Liederrätsel

„Wer recht in Freuden wandern will“ ist ein beliebtes Volkslied, das bei älteren Menschen recht bekannt ist. Auch das Wandern an sich gehörte früher verbreitet zur Freizeitgestaltung oder in die Urlaubsplanung.
Zu den drei bekanntesten Strophen dieses Wanderliedes haben wir einige Rätselfragen zusammengestellt, die Sie als kleine Gedächtnisübungen in Ihre Aktivierungen einbauen können.
Die Beantwortung der Rätselfragen wird leichter wenn Sie das Lied vorher einmal mit der Gruppe anstimmen. Wenn Sie zu Beginn nur sagen, dass sich die folgenden Rätselfragen um den Text von „Wer recht in Freuden wandern will“ drehen, ist die Übung ein wenig schwieriger.

Wer recht in Freuden wandern will. Das Volkslied als Liederrätsel

Der Liedtext

Wer recht in Freuden wandern will,
der geh der Sonn entgegen.
Da ist der Wald so kirchenstill,
kein Lüftchen mag sich regen.
Noch sind nicht die Lerchen wach,
nur im hohen Gras der Bach
singt leise den Morgensegen.

Die ganze Welt ist wie ein Buch,
darin uns aufgeschrieben
in bunten Zeilen manch ein Spruch,
wie Gott uns treu geblieben.
Wald und Blumen, nah und fern,
und der helle Morgenstern
sind Zeugen von seinem Lieben.

Und plötzlich lässt die Nachtigall
im Busch ihr Lied erklingen,
in Berg und Tal erwacht der Schall
und will sich aufwärts schwingen,
und der Morgenröte Schein
stimmt in lichter Glut mit ein:
„Lasst uns dem Herrn lobsingen.“

Rätselfragen

Welche beiden Vögel kommen im Text von „Wer recht in Freuden wandern will“ vor?
Die Lerche und die Nachtigall

Wer recht in Freuden wandern will, der gehe wem entgegen?
Der Sonn

Wer singt im hohen Bauch leise den Morgensegen?
Der Bach

In der ersten Strophe wird gesungen, dass die Lerchen noch nicht…
a) da sind
b) wach sind (Lösung)
c) groß sind

Ergänzen Sie die Zeile „Die ganze Welt ist wie ein…“
Buch

In dem Lied werden drei Dinge genannt, die Zeuge von Gottes Liebe sind. Welche Dinge sind das?
Wald und Blumen und der helle Morgenstern

Die ganze Welt ist wie ein Buch in dem manch ein Spruch steht. In welchen Farben stehen die Sprüche dort geschrieben?
In bunten Farben

Von wo lässt die Nachtigall plötzlich ihr Lied erklingen?
Im Busch

Ergänzen Sie die fehlenden Wörter: In _______ und ______ erwacht der Schall
Lösungen: Berg; Tal

Mit welcher Zeile endet das Lied „Wer recht in Freuden wandern will“?
Lasst uns dem Herrn lobsingen

Bringen Sie einige Gegenstände zu dem Thema Wandern mit in die Runde, zum Beispiel einen Wanderstock, einen Wanderhut, eine Wanderkarte, einen Rucksack, Wanderschuhe, Socken, evtl. eine Wanderhose, eine Thermoskanne, und, und, und…



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Zwischen Harz und Erzgebirge. Biografische Fragen zum Thema Berge

Ausflüge, Wanderungen und Urlaub in den Bergen sind in der Generation der heute lebenden Senioren früher beliebte Freizeitaktivitäten gewesen. In der Biografiearbeit sollte das Thema Berge daher auf keinen Fall fehlen. Wir haben einige Fragen vorbereitet, mit denen Sie Gespräche anregen und Erinnerungen an Bergwanderungen und Gebirge wecken können. Die Fragen eigen sich sowohl für die Biografiearbeit in Gruppen als auch im kleinen Rahmen unter vier Augen.

Zwischen Harz und Erzgebirge. Biografische Fragen zum Thema Berge

Sind Sie gerne in den Bergen unterwegs (gewesen)?

Was haben Sie üblicherweise auf eine Wanderung in die Berge mitgenommen?

Welche Gebirge haben Sie schon besucht?

Mit wem sind Sie in die Berge gegangen?

Was mögen Sie auf Bergwanderungen am meisten?

Haben Sie früher gerne in den Bergen Urlaub gemacht? Wenn ja, was haben Sie in diesen Urlauben unternommen?

In welchen Ländern sind Sie schon unterwegs gewesen?

Was sind die wichtigsten Dinge, die man bei einer Bergwanderung mit dabei haben sollte?

Wenn Sie an eine Ihrer Bergwanderungen denken, welche Erinnerungen werden bei Ihnen wach?

Haben Sie Ihre Leidenschaft für die Berge an Ihre Kinder weitergegeben?

Habe Sie sich auf Ihren Bergwanderungen auch in Gebirgsseen erfrischt?

Gibt es jemanden, mit dem Sie besonders gerne in die Berge gegangen sind?

Wie haben Sie die Pausen auf Ihren Wanderungen gestaltet? Hatten Sie Proviant dabei oder sind Sie in einer Hütte eingekehrt?

Hatten Sie je den Wunsch einen der höchsten Berge der Welt zu besteigen? Wenn ja, welchen?

Waren Sie schon einmal im

  • Schwarzwald
  • Harz
  • Erzgebirge
  • Fichtelgebirge
  • Bayerischen Wald
  • Hunsrück
  • Taunus
  • auf der Schwäbischen Alb
  • im Taunus
  • in der Eifel
  • im Odenwald
  • …? Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Lieder über Berge und das Wandern, die man im Anschluss an das Erzählen singen kann:

  • Im Frühtau zu Berge
  • Das Wandern ist des Müllers Lust
  • Wer recht in Freuden wandern will
  • Blau blüht der Enzian

Beispiele für passende Sprichwörter und Redewendungen haben wir hier zusammengestellt:

  • Der Glaube kann Berge versetzen
  • Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg gehen
  • Der Berg ruft
  • Wie der Ochs vorm Berg stehen



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Volkslieder. „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ als klassisches Bewegungslied

Wir stellen Ihnen heute das bekannte Volkslied über Heimat und Ferne „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ als Bewegungslied vor. Zu jeder Zeile werden ganz einfach die darunter beschriebenen Bewegungen nachgemacht. In singfreudigen Gruppen können Sie das Lied vor der eigentlichen Bewegungseinheit einmal anstimmen und gemeinsam mit den Senioren singen. Wie immer können die Bewegungen sowohl im Sitzen als auch im Stehen nachgemacht werden.
Schließen Sie im Anschluss an das Bewegungslied einen kleinen Gesprächskreis zu einem oder mehreren der Themen Heimat, Fernweh und/oder Heimweh an. Fragen Sie die Senioren, an was sie das Lied erinnert und zu welchen Anlässen sie es früher gesungen haben.

Volkslieder. „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ als klassisches Bewegungslied

1. Wem Gott will rechte Gunst erweisen
dem Gegenüber pantomimisch ein Geschenk überreichen

Den schickt er in die weite Welt
auf der Stelle gehen –

Dem will er seine Wunder weisen
mit den Händen einen Halbkreis nachzeichnen, dafür oben in der Mitte beginnen und zu beiden Seiten nach unten fahren

In Berg und Tal und Strom und Feld
im Takt klatschen

2. Die Bächlein von den Bergen springen
mit beiden Händen eine Wellenbewegung machen (vom Körper weg nach vorne) –

Die Lerchen schwirren hoch vor Lust
Flügelschlagen nachahmen –

Was sollt ich nicht mit ihnen singen
einen Opernsänger nachahmen, dabei den Oberkörper aufrichten, die linke Hand auf die Brust legen und den rechten Arm zur Seite ausstrecken

Aus voller Kehl‘ und frischer Brust
im Takt klatschen –

3. Den lieben Gott lass ich nur walten
die Ärmel an beiden Armen hochschieben (bei kurzen Blusen, Hemden oder T-Shirts die Bewegungen pantomimisch nachmachen)

Der Bächlein Lerchen Wald und Feld
im Takt mit dem Zeigefiger auf vier beliebige Punkte in der Ferne zeigen

Und Erd und Himmel will erhalten
bei „Erd“ einmal auf den Boden stampfen, bei „Himmel“ mit beiden Zeigefingern nach oben an die Decke zeigen, wenn möglich die Finger mit den Augen verfolgen –

Hat auch mein Sach aufs best bestellt
im Takt klatschen

Der Text stammt von Joseph von Eichendorff (1788-1857) aus dem Jahr 1822

Die Melodie von „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ als MP3-Download

Den Text von „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ können Sie hier ausdrucken



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Sinnesspiele für Senioren – Tasten. Warm oder Kalt?

In diesem Sinnesspiel für Senioren möchten wir die Aufmerksamkeit auf das Temperaturempfinden der Mitspielenden legen. Bitte achten Sie bei diesem Spiel ganz besonders auf die Sicherheit der Senioren. Das Spiel kann in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gespielt werden.

Sinnesspiele für Senioren – Tasten. Warm oder Kalt?

Materialien
Schüsseln oder Töpfe
Wasser
Ein Thermometer

Vorbereitungen und Spielaufbau
Befüllen Sie die Schüsseln und Töpfe mit unterschiedlich temperiertem Wasser. Bitte seien Sie vorsichtig, sonst besteht Verbrühungsgefahr! Testen Sie die Wassertemperatur in jedem Gefäß unbedingt einmal selbst, bevor sie es den Senioren geben. Eiswürfel bieten bei diesem Spiel immer ein besonderes Sinneserlebnis. Bereiten Sie einen Tisch mit Sitzmöglichkeiten vor. Berücksichtigen Sie wie immer auch Plätze für die Rollstuhlfahrer.

So wird gespielt
Stellen Sie jedem Mitspieler zunächst zwei Gefäße mit Wasser hin und lassen Sie sie oder ihn die Temperatur des Wassers fühlen. Dafür können die Finger oder die ganze Hand in das Wasser gehalten werden. Fragen Sie die Senioren, wie sich das Wasser anfühlt und welche Temperatur der beiden Sie lieber mögen. Dann bitten Sie sie, zu sagen, welches Wasser wärmer und welches kälter ist. Wenn der erste in der Runde die Temperaturen des Wassers gefühlt hat, ist der nächste Mitspieler an der Reihe. Für diesen können Sie zwei beliebig neue Töpfe oder Schüsseln nehmen.

Varianten
Können die fitteren Mitspieler vielleicht sogar die Wassertemperatur schätzen? Lassen Sie alle Senioren nacheinander die Hände in eine Schüssel halten. Dann bitten Sie sie, einen Schätzwert abzugeben und schreiben die Werte in eine Tabelle. Anschließend wird die richtige Temperatur mit dem Thermometer gemessen.
Je nach Gruppenzusammensetzung können Sie in einer einfacheren Variante zwei Schüsseln rumgehen lassen, ohne sie zwischendurch auszutauschen. In der einen befindet sich warmes, in der anderen kaltes Wasser. Die Senioren sollen sagen, in welcher Schüssel das wärmere Wasser ist.
Fitte Gruppen können drei Schüsseln (eine mit Eiswasser, eine weitere mit kaltem und eine dritte mit warmem Wasser) der Reihe nach sortieren – von kalt nach warm. Schaffen Sie es auch, vier Schüsseln der Temperatur nach aufsteigend zu sortieren?

In unserem Übersichtsbeitrag Basale Stimulation bei Demenz findenSie viele weitere Ideen zur Wahrnehmungsanregung bei Menschen mit Demenz.



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Petticoat und Nierentisch. Biografische Fragen zum Thema 50er Jahre

Im Rahmen der Biografiearbeit im Bereich Altenpflege möchten wir Sie und vor allem die Senioren mit auf eine Reise in die 50er Jahre nehmen. Anfang der 50er Jahre waren hier und da noch die Folgen des Zweiten Weltkrieges und des Wiederaufbaus zu spüren. Doch die Wirtschaft erlang schnell an Aufschwung, die Arbeitslosigkeit sank und viele Betriebe erholten sich von ihrer schlechten finanziellen Lage. Das sogenannte „Wirtschaftswunder“ in Verbindung mit der Einführung der D-Mark im Jahr 1948 machte den Menschen Mut und verlieh ihnen wieder mehr Selbstbewusstsein.
Zu Beginn der 50er Jahre erlebte zudem das Fernsehen einen Aufschwung. An Weihnachten 1952 nahm das Erste Deutsche Fernsehen seinen Betrieb auf. Von da an wurde das Fernsehprogramm immer mehr und mehr erweitert. Die Anzahl der Haushalte mit einem eigenen Fernseher stieg rasant. Die ersten wichtigen Großereignisse, die dort die Massen bewegten, waren die Krönung Elizabeths der II. im Jahr 1953 und das Wunder von Bern im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 1954.
Gerne erinnern wir uns an die Milchbars, Cocktailsessel und Nierentisch, den Petticoat, Besuche am Pilzkiosk, gekonnte Bewegungen mit dem Hula Hoop Reifen, ein schmackhaftes Toast Hawaii, Tulpen- und Tütenlampen, den Genuss von Ischler Törtchen, die Anfänge des Rock ’n‘ Roll, vielleicht die ein oder anderen Fahrt auf einem Motorroller, und, und, und…
Wir haben einige biografische Fragen und Informationen vorbereitet, mit denen Sie gut mit den Senioren über die 50er Jahre ins Gespräch kommen können.

Petticoat und Nierentisch. Biografische Fragen zum Thema 50er Jahre

Wenn Sie an die 50er Jahre denken, was kommt Ihnen zuerst in den Sinn?

Wie alt waren Sie zu Beginn der 1950er Jahre?

Erinnern Sie sich an Kleidungsstücke, die Sie gerne getragen haben? Vielleicht auch an die Kleidung Ihrer Eltern, Kinder und Freunde?

Wie sah das Wohnzimmer in Ihrem Zuhause aus? Wo haben Sie gewohnt?

Besaß Ihre Familie einen Fernseher?
Wenn ja: Welche Fernsehsendungen haben Sie geschaut? Über welche Sendungen, Filme oder Serien haben sich mit Ihren Eltern, Freunde, etc. unterhalten?
Durften Ihre Kinder fernsehen?

Welche Musik hat Ihnen in den 1950er Jahren gefallen?

In den 50er Jahren waren unter anderem Heinz Rühmann, Romy Schneider, Johannes Heesters, Hildegard Knef, Audrey Hepburn, James Dean und Marlon Brando über die deutschen Grenzen hinweg berühmt. Welche Schauspieler haben Sie gerne gesehen?

Haben Sie das Wunder von Bern verfolgt? Wissen Sie noch, wo und mit wem Sie das Spiel geschaut haben? An welche Fußballspieler erinnern Sie sich noch?

Fallen Ihnen noch Lieder von Peter Kraus, Frank Sinatra, Elvis Presley oder Bing Crosby ein?

Gab es bei Ihnen zuhause Toast Hawaii? Wenn ja, wie haben Sie die Speise zubereitet?

Hatten Sie ein eigenes Auto? Wenn ja, was war das für ein Auto und welche Farbe hatte es? Wissen Sie noch, wie teuer das Auto damals war?

Welche dieser Filme haben Sie gesehen: „Zwölf Uhr mittags“, „Das Fenster zum Hof“, „Der Frosch mit der Maske“, „Manche mögen’s heiß“, „Bettgeflüster“, „Grün ist die Heide“, „Buddenbrooks“, „In 80 Tagen um die Welt“ oder „Die Brücke am Kwai“?
An welche Filme aus den 50er Jahren erinnern Sie sich noch?



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Beiß nicht gleich in jeden Apfel. Schlager zu dem Thema Essen und Trinken

Hier finden Sie eine kleine Sammlung mit Schlagern zu dem Thema Essen und Trinken. Den Senioren fallen bestimmt noch einige weitere Titel ein. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Liste unter dem Beitrag mit Ihren Kommentaren vervollständigen würden.

Beiß nicht gleich in jeden Apfel. Schlager zu dem Thema Essen und Getränke

  1. Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein (René Carol)
  2. Ich will keine Schokolade (Trude Herr)
  3. Aber bitte mit Sahne (Udo Jürgens)
  4. Ananas aus Caracas (Vico Torriani)
  5. Griechischer Wein (Udo Jürgens)
  6. Himbeereis zum Frühstück (Hoffmann & Hoffmann)
  7. Käsebrot (Helge Schneider)
  8. Die heiße Schlacht am kalten Buffet (Reinhard Mey)
  9. Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär (Willy Schneider)
  10. Schnaps, das war sein letztes Wort (Willy Millowitsch)
  11. Beiß nicht gleich in jeden Apfel (Wencke Myrhe)
  12. Wumba-Tumba Schokoladeneisverkäufer (Bill Ramsey)
  13. Tabak und Rum (Bruce Low)
  14. Schön und Kaffeebraun (Vico Torriani)
  15. Sugar Baby (Peter Kraus)
  16. Es gibt kein Bier auf Hawaii (Paul Kuhn)

Wir machen in der Seniorenarbeit viele gute Erfahrungen mit kleinen Gedächtnisübungen und Rätseln. Suchen Sie mit den Senioren gemeinsam nach Schlagern, die sich um Essen und/oder Trinken drehen und schreiben Sie sie in eine Liste. Wie viele Schlager rund um diese Themen fallen den Senioren ein?
Stimmen Sie den ein oder anderen Schlager gerne an oder spielen ihn in der Gruppe ab. Das gemeinsame Singen bringt eine stimmungsvolle Abwechslung in Ihr Gruppenangebot.

Für alle diejenigen, die sich ein paar Anregungen wünschen, haben wir einen weiteren Vorschlag: Schreiben Sie die Titel in eine Liste auf ein Flipchart oder jeden Titel einzeln und groß auf ein Blatt im Din A4 Format. Lassen Sie die Speisen und Getränke dabei weg und bitten Sie die Senioren die fehlenden Wörter zu ergänzen.
Ein Beispiel: Beiß nicht gleich in jeden _________ . Welches Wort fehlt hier? Richtig, der Apfel!
In der Art können Sie mit allen Schlagertiteln weiterverfahren.

Als Ergänzung und kleine Sinnesaktivierung bietet es sich an, die Lebensmittel und Getränke mitzubringen und auf einem Tisch ansprechend her zu richten. Geben Sie den Senioren ein wenig Zeit, sich die Dinge in Ruhe anzuschauen. Ein Zuordnungsspiel wird daraus, wenn Sie die Senioren die Dinge den Schlagertiteln zuordnen lassen.
Zum Beispiel: Ich will keine _________ . Hier wäre eine Tafel Schokolade der dazugehörige Gegenstand.



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Sinnesspiele für Senioren – Riechen. Es gibt Nachtisch!

In diesem Sinnesspiel für Senioren müssen sich die Mitspielenden voll und ganz auf ihren Geruchssinn verlassen. Gelingt es ihnen, nur durch riechen die richtige Puddingsorte zu erkennen?

Sinnesspiele für Senioren – Riechen. Es gibt Nachtisch!

Materialien
Puddingpulver zum Kochen in verschiedenen Sorten (Schokolade, Vanille, Karamell, Sahne, Grießpudding, usw. …)
Milch
Zucker
Messbecher, Topf, Schneebesen
Puddingschälchen

Vorbereitungen und Spielaufbau
Bereiten Sie verschiedene Sorten Pudding nach Rezept oder der Packungsanleitung zu und füllen Sie jede Sorte in ein eigenes Schälchen. Lassen Sie den Pudding erkalten. Die Senioren sitzen bei diesem Sinnesspiel an einem großen Tisch, bereiten Sie den Raum vor und stellen Sie die Puddingschälchen unter einem Trockentuch versteckt in die Mitte des Tisches.

So wird gespielt
Bitten Sie die Senioren, die Augen zu schließen und lassen Sie sie an einem Puddingschälchen riechen. Erkennt derjenige, was in dem Schälchen ist? Leichter wird es, wenn Sie zu Beginn sagen, dass sie Pudding gekocht haben, aber nicht mehr wissen, wie die Sorte heißt. Können die Senioren Ihnen (ohne zu gucken!) helfen, das herauszufinden?

Varianten
Die einfache Variante ist die, bei der Sie zwei oder drei Puddingsorten kochen und die Senioren einmal zu Beginn an den Schälchen schnuppern dürfen. Anschließend bitten Sie sie auch hier, die Augen zu schließen und halten den Mitspielenden eines der Schälchen unter die Nase. Welche Sorte Pudding ist in dem Schälchen?
Schwieriger wird es, wenn die Senioren sich den Pudding zu Beginn nicht anschauen und gleich drei Sorten vor die Nase gesetzt bekommen. Können sie riechen, welche Sorten sich in den Schälchen befinden?
Andersherum: Wählen Sie zwei oder drei Sorten Pudding aus. Bitten Sie die Mitspielenden, mit geschlossenen Augen den Schokoladenpudding (oder eine beliebige andere Sorte) zu erkennen.

Schauen Sie sich dazu auch unsere Einkaufen-Spiele an. Darin finden Sie viele Spiele, in beliebte und klassische Lebensmittel integriert werden können.



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